„Es wird definitiv keine Moschee und auch kein islamisches Kulturzentrum in Wertingen geben“, so die Aussage von Bürgermeister Willy Lehmeier in einem Gespräch mit der Redaktion unserer Zeitschrift. Gleich nach der Verbreitung von Meldungen, wonach „Hintermänner bei Nacht und Nebel“ das Neue Schwaben verteilen würden, hatte die Redaktion um ein Gespräch gebeten. Dieses fand dann am 26. November 2002 kurz nach 9 Uhr im Wertinger Rathaus statt. In dem gut einstündigen Gespräch wurde weitgehende Übereinstimmung in Fragen der kulturellen Identitätswahrung festgestellt.

So meinte er, das Infoblatt Neues Schwaben sogleich dem „Verfassungsschutz“ vorlegen zu müssen und behauptete beharrlich, das Blatt würde von „unbekannten Hintermännern“ gemacht und verbreitet. Dabei hatte sich die NS-Redaktion gleich nach dem Hetzartikel der „Wertinger Zeitung“ vom 23. 10. 2002 bei ihm gemeldet.
Doch selbst nach dem Gespräch mit der Redaktion vom 26. November 2002 behauptete Lehmeier in einem Brief an einen Wertinger Stadtrat: „Es wurden keine Personen gemeldet. Ich hätte mir gewünscht, daß die Personen, die redaktionell hier aktiv geworden und für den Inhalt verantwortlich sind, sich zu einem vertraulichen Gespräch mit mir getroffen hätten. Das ist leider nicht passiert.“
Hier wäre mehr Offenheit und Wahrhaftigkeit gefordert - Eigenschaften, die bei amtierenden Politikern heute kaum noch anzutreffen sind. (rw)